Vergütung

Anwaltshonorar
Lassen Sie sich durch die Ungewissheit darüber, welche Kosten auf Sie zukommen könnten, nicht davon abhalten, mit mir Kontakt aufzunehmen. Langes Zögern kann Sie "teuer zu stehen kommen". Gerne informiere ich Sie über die Grundsätze und - soweit dies zu Beginn möglich ist - die Höhe der Anwaltsvergütung. Die anwaltlichen Honorare werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgerechnet. Die Höhe des Honorars richtet sich daher bei den meisten (zivilrechtlichen) Tätigkeiten nach dem Streit- oder Gegenstandswert.

Beratung, Gutachten, Vertrag
Seit dem 01.07.2006 hat der Gesetzgeber uns die Möglichkeit gegeben, die Gebühren für die außergerichtliche Beratung oder eine Vertragsprüfung mit der Mandantschaft frei zu vereinbaren. Hierdurch werden die anfallenden Kosten für Sie transparenter.
Für eine erste Beratung berechne ich einen Betrag zwischen 100,00 € und maximal 190,00 € zzgl. MwSt., je nach Schwierigkeit der Angelegenheit und finanzieller Möglichkeit der Ratsuchenden. Diese Regelung gilt für VerbraucherInnen im Sinne des §13 BGB. Im Falle einer späteren Mandatserteilung in gleicher Sache und mit dem gleichen Umfang wird das Erstberatungshonorar auf das Endhonorar in voller Höhe angerechnet.
Die Prüfung oder Erstellung eines Vertrages oder die Erstellung eines Gutachtens sind dagegen zusätzlich zu den o.g. Punkten auch abhängig vom Aufwand und von einem eventuellen Haftungsrisiko; hier ist eine individuelle Honorarvereinbarung unvermeidlich. Diese Kosten können Sie vorher - auch vertraglich - mit mir abklären, wenn alle Faktoren bekannt sind.

Außergerichtliche Tätigkeit
Beauftragen Sie mich, außergerichtlich für Sie tätig zu werden, richtet sich meine Vergütung im Sinne des RVG nach der Höhe des Streit- oder Gegenstandswertes, dem zu bearbeitenden Umfang und dem Schwierigkeitsgrad der Angelegenheit. Wenn Sie dies wünschen, können wir auch eine davon abweichende Vereinbarung treffen, nach der sich das Honorar nach dem zeitlichen Aufwand berechnet, also ein Stundensatz vereinbart wird.

Beratungshilfe
Können Sie sich eine rechtliche Beratung oder eine außergerichtliche Tätigkeit nicht leisten, besteht ggf. die Möglichkeit der Beratungshilfe. Dazu können Sie beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein erhalten, den Sie mir vorlegen oder ich helfe Ihnen bei der Beantragung der Beratungshilfe. Dazu müssen Sie einen Antrag auf Bewilligung von Beratungshilfe ausfüllen und unterschreiben und alle relevanten Belege beibringen. Dieser Antrag wird bei Gericht eingereicht und geprüft und bestenfalls bewilligt.

Rechtsschutzversicherung
Rechtsschutzversicherungen übernehmen in familiären und auch in erbrechtlichen Angelegenheiten üblicherweise nur die Erstberatungsgebühr. Eine vorherige Abklärung mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ist anzuraten.

Gerichtliche Tätigkeit und Vertretung
In allen gerichtlichen Verfahren richtet sich das Honorar nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Gebührenkatalog des RVG. Die Berechnungsgrundlage ist in den meisten Fällen der sogenannte Streit- oder Gegenstandswert. Die Vergütung setzt sich zumeist aus einer Verfahrensgebühr, einer Termingebühr und eventuell einer Einigungsgebühr mit festgelegten Gebührensätzen zusammen. Die Einigungsgebühr entsteht z.B. durch meine Mitwirkung an einem Vertrag oder einem Vergleich, durch den ein Streit beigelegt wird. Neben möglichen Reisekosten wird in der Regel eine Pauschale von maximal 20,00 Euro für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen erhoben, dies alles zzgl. Mehrwertsteuer.

Übrigens: Sind Sie die obsiegende Partei, steht Ihnen je nach dem jeweiligen Verfahrensrecht gegen die unterlegene Partei ein Erstattungsanspruch zu. Auch wenn ein Vertragspartner nicht rechtzeitig zahlt und in Verzug gesetzt wurde, muss er die gesetzlichen Gebühren Ihres Anwalts als Verzugsschaden erstatten.

Wenn Sie vor Gericht verlieren, müssen Sie in der Regel neben meinem Honorar auch die Gerichtskosten sowie die Kosten des gegnerischen Anwalts bezahlen.

Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe
Eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, erhält auf Antrag Prozesskostenhilfe (PKH) oder im Familienrecht Verfahrenskostenhilfe (VKH), wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint (§ 114 Abs. 1 ZPO). So lautet der Gesetzestext.

Zur Beantragung der PKH/VKH muss ein amtliches Formular ausgefüllt, unterschrieben und mit den entsprechenden Belegen versehen werden. Das Gericht trifft dann über die beantragte Kostenbeihilfe eine Entscheidung. Je nach Vermögensverhältnissen kann das Gericht auch Ratenzahlungen in festzulegender Höhe für maximal 48 Monate anordnen. Ebenso überprüft das Gericht in der vierjährigen Folgezeit in regelmäßigen Abständen, ob sich Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse eventuell verbessert haben (z.B. durch Ausgleichzahlungen aus dem Zugewinn); dann kann nachträglich eine Rückzahlung der PKH/VKH oder eine Umwandlung in PKH/VKH mit Raten angeordnet werden.

Gerichtskosten
Die Gerichtskosten richten sich nach dem Gerichtskostengesetz (GKG). Sie sind im Zivilverfahren bei Klageerhebung grundsätzlich im Voraus einzuzahlen, da ansonsten das Gericht nicht tätig wird. Die Gerichtskosten richten sich - ebenso wie die Gebühren der Rechtsanwältin oder des Rechtsanwalts - nach den Streit- oder Gegenstandswerten.

Rechtsschutzversicherung
Einige Rechtsschutzversicherungen bieten heute im Rahmen der Privatrechtsschutzversicherung die Übernahme der Kosten an. Erkundigen Sie sich daher vorher bei Ihrer Rechtsschutzversicherung, ob diese Kosten übernommen werden. Die Abrechnung kann dann von hieraus direkt mit Ihrer Rechtsschutzversicherung abgewickelt werden.